Der real,- Berlin Marathon ist ein Marathon der jährlich, in der Regel am letzten Septemberwochenende, in Berlin stattfindet.

Der Berlin-Marathon ist ein deutscher Straßen- und Volkslauf. Er wird vom Sportverein SCC Berlin veranstaltet und von der SCC-RUNNING Events GmbH unter der Leitung von Mark Milde organisiert.
Der Lauf gehört neben dem New-York-City-, dem Chicago- und dem London-Marathon zu den größten und neben London und Chicago zu den schnellsten Marathonläufen der Welt. Hier wurde im Jahr 2007 auch der aktuelle Männer-Weltrekord von Haile Gebrselassie in 2:04:26 Stunden aufgestellt.
Die Geburtsstunde der großen Laufveranstaltungen in West-Berlin war der 8. November 1964. An diesem Tag fand der erste „Berliner Crosslauf am Teufelsberg“ mit über 700 Teilnehmern statt. Horst Milde und andere organisierten diesen Lauf, nachdem sie von einem Rennen in Le Mans inspiriert worden waren. In den Folgejahren entwickelte sich der SCC-Cross zu einer festen Institution in der Berliner Sportszene.
Zehn Jahre später, 1974, war die Zeit reif für den „1. Berliner Volksmarathon“. Gestartet wurde vor dem Mommsenstadion auf der Waldschulallee und gelaufen wurde eine Pendelstrecke im Grunewald, entlang der AVUS, fast bis zum Strandbad Wannsee.
Einen heute weit verbreiteten Service gibt es in Berlin seit 1982: Zelte mit Warmwasserduschen am Ziel.
Aufgrund der stetig steigenden Teilnehmerzahlen wurde der Start 1987 auf die Straße des 17. Juni verlegt. Außerdem engagierte der Veranstalter erstmals über 30 Musikgruppen, die an der Strecke für Stimmung sorgten.
Am 30. September 1990, drei Tage vor der deutschen Wiedervereinigung führte der Lauf durch das Brandenburger Tor. Der Start verblieb auf der Straße des 17. Juni, allerdings wurde nun in die entgegengesetzte Richtung gestartet. Das Interesse an diesem Rennen war so groß, dass die Veranstalter erstmals Anmeldungen ablehnen mussten: das Teilnehmerlimit war erreicht. Erstmals wurde ein Marathonlauf live im deutschen Fernsehen übertragen, auch in Japan gab es eine Live-Übertragung. Die historische Bedeutung dieses Laufes zeigt sich auch in einem traurigen Zwischenfall: Ein Läufer starb kurz nach dem Startschuss an einem Herzinfarkt. Er wollte wohl nur die ersten drei Kilometer bis zum Brandenburger Tor laufen, das er allerdings nie erreichte.
Zum 25. Berlin-Marathon 1998 wurde erstmals wieder der Teilnehmerrekord des historischen Laufs von 1990 erreicht. Sieger wurde Ronaldo da Costa, der mit 2:06:05 die zehn Jahre alte Weltbestleistung von Belayneh Dinsamo (2:06:50) brach. Ronaldo da Costa war der erste Läufer, der einen Marathon mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 20 km/h lief.
Im Folgejahr 1999 fiel die Weltbestleistung der Frauen: Tegla Loroupe siegte mit 2:20:43. Im Männerrennen wurden erstmals zwei Zeiten unter 2:07 gelaufen, Berlin stand in der Liste der schnellsten Marathonläufe auf Platz eins.
2001 gab es wieder eine Weltbestleistung: Die japanische Olympiasiegerin Naoko Takahashi lief mit 2:19:46 als erste Frau unter 2:20. Der Lauf wurde in Japan live übertragen und erreichte Einschaltquoten von über 50 Prozent.
2003 wurde die Strecke modifiziert. Das Ziel war nun nicht mehr am Kurfürstendamm, sondern am Brandenburger Tor. Der Start wurde ebenfalls vor das Tor verlegt.
Die Strecke führte im Ganzen länger durch den ehemaligen Ostteil der Stadt und die Straße Unter den Linden wurde zur Zielgeraden.
Der 30. Berlin-Marathon wurde wieder mit einer Weltbestleistung gekrönt, die später als erster offizieller Marathon-Weltrekord anerkannt wurde: Paul Tergat aus Kenia lief mit 2:04:55 als erster Mann unter 2:05, sein Landsmann und Tempomacher Sammy Korir benötigte nur eine Sekunde mehr. Mit dem kenianischen Drittplatzierten Titus Munji (2:06:15), ebenfalls Tempomacher Tergats, stellten sie einen neuen inoffiziellen Mannschaftsweltrekord auf.
Seit 2006 gehört der Berlin-Marathon zu der Laufserie World Marathon Majors (WMM), die mit dem Boston-Marathon, dem London-Marathon, dem Chicago-Marathon und dem New-York-City-Marathon vier weitere zu den weltgrößten Marathonveranstaltungen gehörende Läufe umfasst. Die jeweils über zwei Jahre laufenden Serie ist mit je 500.000 US-Dollar für den besten Mann und die beste Frau dotiert.
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