
Der Marathon des Sables ist ein anspruchsvoller Etappen-Ultramarathon, der seit 1986 vom Franzosen Patrick Bauer in der marokkanischen Sahara organisiert wird.
Die 230 Kilometer lange Strecke wird für jedem Lauf neu bestimmt. Es gibt 6 Etappen in 7 Tagen: fünf Etappen zwischen 20 und 40 km und eine Etappe von ca. 80 Kilometern, die die Läufer an einem Stück in knapp zwei Tagen (40 Stunden) absolvieren müssen.
Die Läufer tragen die persönlichen Utensilien und die Verpflegung für das ganze Rennen mit sich. Die Organisatoren stellen nur das tägliche Wasser (ungefähr 9 Liter, abhängig von der Länge der Etappen) und ein offenes Zelt zur Verfügung. Die Läufer müssen mit einer minimalen Überlebensausrüstung wie Schlafsack, Gegengiftpumpe und 2000 Kalorien Nahrung pro Tag ausgerüstet sein. Die sich jährlich ändernde Laufstrecke besteht im allgemeinen aus felsigen Ebenen, Seebetten, Sanddünen, wobei nur gelegentlich kleine Dörfer durchquert werden. Die Temperatur erreicht tagsüber 40°C und mehr, während sie nachts bis auf 5°C abfallen kann.
Der Lauf ist auf ca. 750 Teilnehmer limitiert. Die einzige Anforderung an die Läufer ist eine robuste Gesundheit, welche durch eine medizinische Untersuchung überprüft wird. Der bislang älteste Finisher ist Claude Compain, der 2000 als 77-jähriger mit einer Zeit von 69:58:38 den 563. Platz (unter 570 Finishern) belegte.
Der dramatischste Zwischenfall ereignete sich im Jahr 1994, als sich der italienische Teilnehmer Mauro Prosperi in einem Sandsturm verirrte und erst nach neun Tagen, um 15 kg abgemagert und 200 km vom Kurs entfernt, in Algerien von Nomaden aufgefunden wurde
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Der Two Oceans Marathon ist eine der bedeutendsten Sportveranstaltungen Südafrikas. Er wird seit 1970 jährlich am Karsamstag in Kapstadt ausgetragen. Die Hauptstrecke ist ein 56 km langer Ultramarathon; außerdem wird seit 1998 ein Halbmarathon angeboten.
Die Ultramarathonstrecke beginnt im Stadtteil Newlands, führt zwischen Muizenberg und Fish Hoek am Indischen Ozean entlang und überquert dann die Kaphalbinsel über den Chapman’s Peak. Sie verläuft dann auf der Küstenstraße einige Kilometer am Atlantischen Ozean vorbei und von dort weiter zum Ziel auf dem Campus der Universität Kapstadt am Fuße des Tafelberges. Insgesamt sind ca. 500 Höhenmeter zu überwinden, die meisten davon auf der zweiten Streckenhälfte. Wegen der spektakulären Ausblicke gilt der Two Oceans Marathon als einer der schönsten Läufe weltweit.
Der erste Lauf fand 1970 mit 26 Teilnehmern statt und sollte lediglich ein Trainingslauf für den Comrades Marathon sein. Dann aber entwickelte sich der Lauf schnell zu einer eigenständigen Veranstaltung. 1975 wurden erstmals Schwarze und Frauen zugelassen. Ein Jahr später gab es den ersten schwarzen Sieger. Seit dem Ende der Apartheid lockt der Lauf auch ausländische Spitzensportler und Hobbyläufer an. Zur Teilnahme am Ultramarathon ist es erforderlich, daß man entweder einen Marathon in weniger als fünf Stunden oder einen anderen Ultramarathon in der dafür vorgesehenen Zeit bewältigt hat. Jeder Teilnehmer, der zehnmal beim Ultramarathon angetreten ist und ihn im Zeitlimit gefinisht hat, wird mit einer permanenten Startnummer in Blau geehrt. Der Zielschluß ist exakt sieben Stunden nach dem Startschuß. Bis 1997 betrug das Limit sechs Stunden, danach sechseinhalb Stunden, und im Jahr 2000 wurde die heutige Zielzeit eingeführt.
Nach einem Erdrutsch mit Steinschlag im Januar 2000 wurde die Atlantikstrecke aus Sicherheitsheitsgründen für mehrere Jahre gesperrt. Mittlerweile wurden aufwändige Sicherheitszäune errichtet, so dass die klassische Route wieder freigegeben werden konnte.
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Der London-Marathon ist ein Marathon in London, der hinsichtlich der Preisgelder, der Siegerzeiten und der Teilnehmerzahlen zu den bedeutendsten weltweit gehört.
Der Begründer der Veranstaltung, der ehemalige Hindernislauf-Olympiasieger und Sportjournalist Chris Brasher, wurde vom New-York-City-Marathon inspiriert. Der erste Lauf fand am 29. März 1981 statt, mit 7747 Teilnehmern, von denen 6255 finishten. Seitdem wird die Veranstaltung jährlich durchgeführt (gewöhnlich im April) und hat sich zu einem großen sportlichen Fest entwickelt, bei dem mehr als 30.000 Läufer starten und Hunderttausende von Schaulustigen an der Strecke stehen.
Seit seiner Erstdurchführung hat sich der Marathon kaum verändert. Die Strecke führt mit separaten Starts für Profiläufer, Rollstuhlfahrer und Hobbyläufer vom Greenwich Park vorbei am Cutty Sark, über die Tower Bridge, durch die Docklands und East End, dann zurück nördlich am Tower of London vorbei, entlang der Themse zum Parliament Square und den Parlamentsgebäuden (Palace of Westminster) und weiter zum Buckingham Palace. Die Ziellinie war früher auf der Westminster Bridge und liegt heute in The Mall.
Seit 2006 gehört der London-Marathon zu den World Marathon Majors und unterstreicht damit seine Bedeutung als einer der weltgrößten Marathonveranstaltungen.
Der London-Marathon ist auch eine bedeutende Charity-Veranstaltung, bei der viele prominente Sportler als Sponsorenläufer antreten, um Fundraising für wohltätige Organisationen zu betreiben. Auch Hobbyläufer nutzen diese Möglichkeit, um sich einen sicheren Startplatz bei dem regelmäßig ausgebuchten Lauf zu verschaffen. Auf diese Weise sind bereits Millionen von Pfund gesammelt worden, um z. B. Parkinson-Erkrankten zu helfen. Da es hier um einen guten Zweck und nicht um sportliche Bestleistungen geht, sind viele dieser Läufer skurril kostümiert.
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Der Hamburg-Marathon ist ein bedeutender deutscher Straßen- und Volkslauf, der jährlich, in der Regel am letzten oder vorletzten Aprilsonntag, in Hamburg stattfindet. Veranstalter ist seit der ersten Austragung 1986 der Hamburger Leichtathletik-Verband, Renndirektor ist Wolfram Götz. Anfang 2007 wurden die Lizenzrechte für die Jahre 2008 bis 2012 an die Act Agency GmbH verkauft [1]. Zwischen 1998 und 2005 gab es neben dem Marathonlauf für Läufer und Rollstuhlfahrer zusätzlich einen Inlineskater-Wettbewerb.
Die Strecke des Hamburg-Marathons ist verhältnismäßig flach (38 m zwischen höchstem und tiefstem Punkt der Strecke [2]). Der nach den Richtlinien von DLV und AIMS vermessene Rundkurs ist seit 1986 im wesentlichen unverändert geblieben.
Vom Start bei den Messehallen, der, für einen Marathonlauf ungewöhnlich, in drei Blöcke in drei Straßen aufgeteilt ist, führt die Strecke über die Reeperbahn (2006 baustellenbedingt km 1-3 stattdessen über die Simon-von-Utrecht- Straße) nach Westen, entlang der Elbe über die Palmaille durch Altona zurück in die Innenstadt (Jungfernstieg, Lombardsbrücke) und umrundet in einem weiten Bogen über Barmbek, City Nord, Ohlsdorf, Groß Borstel, Eppendorf, Hoheluft-Ost, Harvestehude und Rotherbaum die Alster.
Die wesentlichste Änderung war, dass seit 2003 die Strecke über die Rothenbaumchaussee statt über den Harvestehuder Weg läuft.[3]
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