Risiken

Schäden durch Doping

Die Risiken, die der Sportler eingeht, wenn er Dopingmittel zu sich nimmt, sind groß und lassen sich in drei Gruppen untergliedern: erstens das Risiko, des Dopinggebrauchs überführt zu werden, zweitens, dass das Dopingmittel dem Körper langfristig Schäden zufügt, und drittens, dass das Dopingmittel zu einer Schwächung führt.

Dopingtests finden im Leistungssport sehr häufig statt. Entweder werden sie im Training unangemeldet durchgeführt oder sofort nach einem Wettkampf. Wird einem Sportler nachgewiesen, dass er illegal seine Leistung gesteigert hat, verliert er für zwei Jahre die Teilnahmeberechtigung an Wettkämpfen. Da fast alle Profisportler auf Sponsoren und Preisgelder angewiesen sind, gibt es für sie keine Möglichkeit mehr, in diesem Zeitraum mit dem Sport Geld zu verdienen. Bisher haben es die ordentlichen Gerichte abgelehnt, sich mit der Frage der Wettkampfsperre, also der eines Berufsverbots, zu beschäftigen. Dies sei eine interne Angelegenheit des Sports. Des Weiteren wird ein so vorbelasteter Sportler kaum wieder gute Sponsorenverträge bekommen.

Viel größer ist aber das Risiko, dass der Sportler seinem Körper langfristig mit der Einnahme von Dopingmitteln schadet. Jedes Präparat, das illegal zur Leistungssteigerung verwendet wird, hat, wie alle anderen Arzneimittel auch, Nebenwirkungen. Hinzu kommt im Sport, dass, um die Leistung zu steigern, eine mehrfach höhere Dosis eines Präparates eingesetzt werden muss als bei medizinischer Anwendung. Dies verstärkt im gleichen Maße die Nebenwirkungen. Diese Schäden sind oftmals irreparabel. Das bedeutet, dass der Sportler am Ende seiner Karriere einen teilweise zerstörten Körper in Kauf nimmt und einige der durch die Nebenwirkungen entstandenen Beeinträchtigungen unter Umständen bis zum Lebensende fortbestehen oder auch noch Jahre später zu schweren gesundheitlichen Folgeschäden führen können.doping 9

Allerdings darf bei der Gefährlichkeit des Dopings nicht übersehen werden, dass es wenig nachgewiesene Dopingtote gibt. Eine Ausnahme bildet der Amateurbereich des Bodybuilding, bei dem eine Reihe von durch Steroide ausgelösten Todesfällen wissenschaftlich dokumentiert sind.[3] Man verweist ansonsten auf eine große Dunkelziffer, ohne dies jedoch beweisen zu können. Allein durch das mediale Interesse am Spitzensport mit der permanenten Möglichkeit zu spekulieren, ob ein Athlet sauber ist oder nicht, wird das Bild des Sports in unserer Gesellschaft enorm verzerrt.

Todesfälle

* Am 23. Juli 1896 fiel Arthur Linton bei der Fernfahrt Bordeaux–Paris über 600 Kilometer tot vom Rad. Der Engländer hatte mit Aufputschmitteln seine Leistungsgrenzen so weit hinausgeschoben, dass sein Organismus die Belastung nicht mehr aushielt. Andere Quellen verweisen jedoch darauf, dass Linton erst nach dem Rennen am Typhus-Fieber gestorben sei, wobei angenommen wird, dass er wegen der Aufputschmittel in seinem Körper keine Abwehrkräfte mehr hatte.

* Olympische Sommerspiele 1960 in Rom: Knut Enemark Jensen stirbt nach einem Hitzschlag im Mannschaftsfahren (100 km). Später stellte sich heraus, dass die gesamte dänische Straßen-Radmannschaft mit Amphetaminen gedopt war.

* Tour de France 1967: Tom Simpson stirbt während der Etappe auf den Mont Ventoux nach Einnahme von Amphetamin.

* 1968: Joseph (Jupp) Elze stirbt an schweren Kopfverletzungen nach einem Boxkampf gegen Carlos Duran. Die Obduktion ergab, dass sein Schmerzempfinden während des Kampfes durch Aufputschmittel stark vermindert war.

* Am 10. April 1987 stirbt die Leichtathletin Birgit Dressel nach mehrfachem Organversagen, mit hoher Wahrscheinlichkeit infolge von Doping.

* Am 14. März 1996 stirbt der Top-Bodybuilder Andreas Münzer mit 31 Jahren ebenfalls aufgrund von multiplem Organversagen infolge jahrelangen massivsten Dopings.

Quelle: Wikipedia

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